Raumtemperatur

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Re: Raumtemperatur

Beitragvon alex1983 » Fr 3. Mär 2017, 09:18

Hallo,

Nachdem wir hier schon sehr viel über die Raumtemperatur diskutiert haben und es wohl auch schon sehr viele Beschwerden bei der ARWAG gegeben hat, wollte ich auch mal ein wenig sachlicher und weniger emotional an die Sache gehen:
Bei dem Infoabend vor dem Einzug, wie auch in anderen Informationen die wir von der ARWAG erhalten haben, ist von einer Raumtemperatur von 20 Grad gesprochen worden (durch die kontrollierte Wohnraumlüftung) und ich denke schon auch das hier fast alle darüber liegen.

Dass das persönliche empfinden jedes einzelnen ein anderes ist, kann ich auch gut nachvollziehen, aber um fair zu bleiben, finde ich es auch nicht immer richtig den Bauträger verantwortlich zu machen.

Damit will ich dir ARWAG nicht in Schutz nehmen, aber vielleicht doch ein bisschen zum Nachdenken anregen.

LG
Alex
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Re: Raumtemperatur

Beitragvon Unclesam » So 5. Mär 2017, 13:49

alex1983 hat geschrieben:Hallo,

Nachdem wir hier schon sehr viel über die Raumtemperatur diskutiert haben und es wohl auch schon sehr viele Beschwerden bei der ARWAG gegeben hat, wollte ich auch mal ein wenig sachlicher und weniger emotional an die Sache gehen:
Bei dem Infoabend vor dem Einzug, wie auch in anderen Informationen die wir von der ARWAG erhalten haben, ist von einer Raumtemperatur von 20 Grad gesprochen worden (durch die kontrollierte Wohnraumlüftung) und ich denke schon auch das hier fast alle darüber liegen.

Dass das persönliche empfinden jedes einzelnen ein anderes ist, kann ich auch gut nachvollziehen, aber um fair zu bleiben, finde ich es auch nicht immer richtig den Bauträger verantwortlich zu machen.

Damit will ich dir ARWAG nicht in Schutz nehmen, aber vielleicht doch ein bisschen zum Nachdenken anregen.

LG
Alex


Also grundsätzlich finde ich es immer gut sachlich zu diskutieren, aber erstens macht einem das die ARWAG leider nicht immer leicht und zweitens endet damit leider auch schon meine Zustimmung zu diesem Posting.

Der Bauträger ist nämlich sehr wohl (zumindest größtenteils) verantwortlich für die Probleme, die es hier gibt.

1. Es wäre grundsätzlich legitim zu sagen, ich heize mit der zentralen Heizung nur bis zu einem gewissen Punkt und wer es wärmer haben möchte muss separat zuheizen. Wenn das allerdings so ausgeführt ist wie bei uns kann es nicht funktionieren. Warum? Ganz einfach: die Hauptheizung regelt nach der durchschnittlichen Abluft. Sie garantiert also keineswegs, dass jeder von uns 20 Grad Mindesttemperatur hat. Sie garantiert nur eine bestimmte Mindesttemperatur im Gebäudedurchschnitt. Das ist ein wichtiger Unterschied! Wenn es an einem sonnigen Wintertag in den höher gelegenen Wohnungen sehr warm wird, schaltet die Heizung irgendwann ab, selbst wenn in den tiefer liegenden vollverschatteten Wohnungen nur 19 Grad vorhanden sind! Das dürfte niemals passieren, weil in JEDER Wohnung über die Luftheizung zumindest 20 Grad zu garantieren sind.

2. Die Steuerung über die Durchschnittstemperatur versagt aber auch ganz unabhängig davon. Ich gebe Alex recht, dass das persönliche Empfinden zur Raumtemperatur unterschiedlich ist. Einige wenige Mieter sind bei 20 Grad wohl schon ganz zu frieden und andere hätten am liebsten 25 Grad im Wohnzimmer. Die Arwag selbst hat mal eine Umfrage durchgeführt und dabei ist herausgekommen, dass mehr als 80 % der Mieter (also 4 von 5 Mietern!) MINDESTENS 22 Grad im Wohnzimmer haben wollen. Rund die Hälfte der Mieter fühlt sich erst AB 23 Grad wohl. Diesen Mietern, immerhin die Hälfte von uns, sagt die ARWAG immer wieder: schaltet doch einfach die Infrarotstrahler ein, wenn ihr mehr als 20 Grad haben wollt. Dazu passend stellen wir uns folgende Situation vor, die die ARWAG scheinbar haben möchte: Jeder Mieter der gerne 23 Grad und mehr hätte, stellt die Infrarotstrahler auf die gewünschte Temperatur ein. Die Durchschnittstemperatur in den Wohnungen steigt und die Zentralheizung schaltet sich daraufhin früher oder später ab, weil sie denkt es ist eh warm genug. Somit kommt über die Zuluft nur noch lauwarme Luft (kalte Außenluft die über den Wärmetauscher leicht erwärmt wird). Die aufgedrehten Infrarotstrahler heizen dadurch umso mehr, damit die 23 Grad und mehr in den jeweiligen Wohnungen gehalten werden können. In dieser durch die Fehlplanung unseres Bauträgers erzwungene Situation zahlt somit die eine Hälfte der Mieter die Heizung für das komplette Gebäude! Da es aber auch in den Wohnungen die bisher ihre Wohlfühltemperatur über die Luftheizung erreichen konnten langsam kühler werden wird schalten auch dort die meisten Mieter vermutlich irgendwann notgedrungen die Infrarotstrahler ein, womit endgültig komplett nur noch über Strom geheizt wird.

3. Löst die ARWAG damit auch gleich das Problem, dass sich immer alle über die hohen Heizkosten und den für ein Passivhaus viel zu hohen Heizwärmeverbrauch beschweren, da auf der offizielen Abrechnung ein Wärmeverbrauch von nahe 0 stehen wird. Die Stromkosten der Infrarotstrahler werden ja nicht separat ermittelt, sondern verschwinden in den allgemeinen Stromkosten. So sieht ein energiesparendes, umweltfreundliches Passivhaus Marke ARWAG aus...

Vielleicht bin ich jetzt im dritten Punkt doch wieder ein wenig emotional geworden, obwohl ich eigentlich einen völlig sachlichen Antwortpost schreiben wollte, aber die ARWAG macht es einem wirklich nicht leicht sachlich zu bleiben...
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Re: Raumtemperatur

Beitragvon Ramu » So 5. Mär 2017, 19:43

bei mir liegt die Raumtemperatur bei durchschnittlich 22 Grad, manchmal auch 24, wenn die Sonne direkt reinscheint.
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Re: Raumtemperatur

Beitragvon alex1983 » Mo 6. Mär 2017, 13:45

@UncleSam:

im großen und ganzen war auch dein Post sehr sachlich und ich kann dich auch gut verstehen. Um ehrlich zu sein, hab ich in dem Beitrag nicht alle Posts gelesen und nicht mitbekommen das es auch wirklich Wohnungen gibt, wo die Temperatur unter den versprochenen 20 Grad liegt. Dies ist natürlich sehr ärgerlich.
In wie weit die Infrarot Strahler Einfluss auf die Raumtemperatur haben, weiß ich leider nicht, da ich diese noch nie in Betrieb hatte. Aber das Konzept als solches ist sicher nicht sonderlich durchdacht gewesen. Allerdings kenne ich es auch aus anderen Passivhaus/Niedrigenergiehäusern. Das Problem ist nicht wirklich anders zu lösen. Man müsste in ein Haus wohl einen Warmluftzufuhr und eine Kaltluftzufuhr machen die jede einzelne Wohnung individuell regeln kann. Mit einer normalen Wohnraumlüftung ist es leider nicht anders möglich, befürchte ich.
Aber ein guter Weg ist immer 1-2 Freunde einladen, weil alleine durch 2 Leute mehr in der Wohnung wird es bei mir meist gleich um mehr als 1 Grad wärmen :) (wobei das natürlich keine Dauerlösung ist)

Ich muss ehrlich gestehen das ich mir nicht sicher bin ob ich positiv oder negativ zu der Sache beitrage, da ich mittlerweile die Fenster fast immer gekippt habe (zeitweise auch ganz offen), weil es mir im 2. Stock einfach zu warm ist. Wie es aussieht, bin ich im Gegensatz zu den meisten anderen Mietern eher für eine Klimaanlage im Sommer, da es bei mir dann oft 28-29 Grad in der Wohnung bekommt und die Hitze kaum zu ertragen ist.
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