Frage zu Fernwärme, Strom, Energiekosten im allgemeinen

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Joe
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Frage zu Fernwärme, Strom, Energiekosten im allgemeinen

Beitrag von Joe » Fr 18. Mai 2012, 11:26

Hallo liebe Passivhausbewohner!

Ich bin gerade dabei mich durchzuwurschteln bei der Energieabrechnung für Fernwärme, Wien-Energie usw...
Es ist ja schon eine eigene Wissenschaft herauszufinden wer hier was verrechnet und wie man schlussendlich auf diese horrenden Energiekosten kommen kann!

Folgendes Szenario bei uns:
- Wir sind bei Wien Energie und Energie Comfort
Wien Energie bucht bei uns 10x jährlich 61,20 EUR ab. Macht im Jahr 612,- EUR (nur für Strom?)
Energie Comfort hat uns mit 1,10 EUR pro m2 eingestuft und bucht alle 2 Monate EUR 206,- ab - macht im Jahr nochmal 1236,- EUR.
Insgesamt zahlen wir also für Energiekosten Strom, Heizung, Warmwasser, Kaltwasser und die Fixkosten bei fernwärme) insgesamt 1848,- EUR ! :shock:

DAS ist doch der absolute Wahnsinn, oder????
Wir sind 2 Personen im Haushalt. Zuvor haben wir zu 4t in einer WG gewohnt (Neubau, Gasheizung) und im Jahr zu viert NUR EUR 1100,- (für Heizung und Strom) gezahlt.

Nun sind wir zu zweit, in einem Passivhaus und zahlen 748,- EUR mehr?? Irgendwo ist hier ein gewaltiger Hund begraben.

Vielleicht könnt ihr mir helfen hier Licht ins Dunkel zu bringen.
Was ich schon weiß ist, dass die Fernwärme ja eigentlich eine riseige Abzocke ist, da von den monatlichen Kosten nur ein bruchteil die tatsächlcihen Energiekosten ausmachen. Das meiste geht für Fixkosten drauf, Warmwasserzähler, usw..)
Ok. Schön und gut.

Erster Schritt den wir unternommen haben: Erstakontierung von 1,10 EUR auf 0,80 EUR bei Energiecomfort ändern lassen.
Damit zahlen wir nun alle 2 Monate 149 EUR statt 206 EUR (Ersparnis: EUR 28,50 pro Monat, EUR 342 pro Jahr)

Was ich jetzt noch nicht ganz verstehe:
Wir haben ja keinen einzigen Heizkörper in der Wohnung. D.h. die Heizung wird bei uns ja über die Wohnraumbelüftung geregelt. Im prinzip also warme Luft. Die Luft wird doch mit Strom erhitzt, oder?
Da bei uns der Regler generell immer ganz auf minus steht (da es ohnehin sehr warm ist in der wohnung) müssen die kosten für die Heizung doch eigentlich sehr gering sein?

Trotzdem zahlen wir meiner Meinung nach noch immer viel zu viel. Denn selbst bei einer herabstufung auf 0,80 EUR pro m2 zahlen wir nun im jahr insgesamt EUR 1506,-.
immer noch knappe 500 EUR mehr für 2 Personen im vErgleich zu unserer alten gasbeheizten Wohnung mit 4 Personen??

Wo ist der Hund begraben? Überseh ich hier etwas? Sind EUR 612,- (nur Strom) für 2 Personen in einem Haushalt mit AA Geräten realistisch? Oder sollten wir auch hier anrufen und und runterstufen lassen?

Diese ganze Masche mit geringeren Kosten im Passivhaus ist doch ein einziger Witz in meinen Augen???

Was haltet ihr davon? Seht ihr das genauso? Wie setzen sich die Energiekosten bei euch zusammen?

lg
Joe

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mb81
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Re: Frage zu Fernwärme, Strom, Energiekosten im allgemeinen

Beitrag von mb81 » Fr 18. Mai 2012, 12:30

Hallo,

ich kann dir da jetzt nur zum Strom antworten: Da sollten die Kosten erfahrungsgemäß derzeit für einen 2 Personen-Haushalt mit stromsparenden Geräten eigentlich nicht über € 400,- pro Jahr liegen.

LG, Martin
LG, Martin

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mambo's
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Re: Frage zu Fernwärme, Strom, Energiekosten im allgemeinen

Beitrag von mambo's » Fr 18. Mai 2012, 16:07

Hallo Joe,

also ich persönlich kann deinen Unmut absolut nachvollziehen.
momentan wird bei uns nur der Strom abgebucht (44,17€ bei oekostrom.at)
ich glaube aber, dass dort 12 mal im Jahr abgebucht wird und bin mir auch nicht ganz sicher, ob wir mit dem geschätzten Jahresverbrauch von 2622kWh auskommen :?:

bei den Heizkosten lass ich mich überraschen und hoffe auf eine deftige Rückzahlung, da ich auch der Meinung bin, dass die Vorschreibung zu hoch angesetzt ist :!:

lg
jens

dci
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Re: Frage zu Fernwärme, Strom, Energiekosten im allgemeinen

Beitrag von dci » Fr 18. Mai 2012, 20:19

Also bei Strom zahlen wir rund 25 Euro im Monat (Dreipersonenhaushalt). Wir beziehen Ökostrom von der AAE. Unser Verbrauch liegt hochgerechnet bei ca. 1600 kWh im Jahr.

Die Belüftungsheizung wird bei uns (ARWAG) jedoch von der Fernwärme geliefert (Verrechnung erfolgt nach Quadratmeter, da die Heizung ja für alle Wohnungen gleich ist). Ich glaube aber, dass das nicht bei allen Bauplätzen so ist, einige heizen m.W. auch mit Strom. Wir sind von Energiecomfort jedenfalls auch sehr hoch eingestuft worden. Ich habe mir das aber vor einigen Monaten schon mal durchgerechnet und gehe davon aus, dass wir nach einem Jahr eine Rückzahlung bekommen (müssten).

rfr303
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Re: Frage zu Fernwärme, Strom, Energiekosten im allgemeinen

Beitrag von rfr303 » Fr 18. Mai 2012, 21:40

Hallo!
Also wir sind inwischen beim Verbund, da bekommt man 80 bzw. 100 Tagr gratis Strom und die Kosten sind auch niedriger als die Wienstrom.

Was ich weiß, können wir leider nicht bei der Wärme den Anbieter wechseln. Die Energie Comfort ist zwar eine 100% Tochter der Fernwärme Wien, hat aber eigene Verträge und was ich weiß speziell für Passivhäuser. Drum auch die hohen Grundkosten leider.

Wir haben uns aber auf 0,8€ am m² herabstufen lassen, glauben aber trotzdem noch etwas retour zu bekommen.

Lg

PeKlPa
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Re: Frage zu Fernwärme, Strom, Energiekosten im allgemeinen

Beitrag von PeKlPa » Sa 19. Mai 2012, 09:20

Hi,

bei uns ist es eher mein Mann, der sich mit diesem Thema auseinandersetzt (ganz klassisch, ja ich weiß ;) ), aber ich hab mal gehört, dass bezüglich Heizen bei uns auch mehr Kosten deshalb entstehen, weil die Wohnungen einzeln verrechnet werden, also wird der Energiebedarf die Heizung nicht, wie in manchen anderen Passivhäusern üblich, einfach auf die Quadratmeter der jeweiligen Wohnung hochgerechnet, wodurch halt alle das Heizverhalten aller tragen, sondern bei uns erfolgt die Kalkulation pro Wohnung. Das mag zwar gerechter sein, weil ich nur für mein eigenes Heizverhalten zahle, aber es birgt auch einen immensen Verwaltungsaufwand - der natürlich abgegolten werden muss. Schlussendlich ist es so teurer, als wenn wir Nachbars 27 Grad mitfinanzieren würden.

Und zum Thema: Passivhaus = geringere Kosten. Das gilt glaub ich in erster Linie für Einfamilienhäuser, weil die ja aufgrund der vielen Außenwände unvergleichlich mehr Wärme verlieren. In einem Mehrparteienhaus sieht das anders aus (so haben's mir befreundete PAssivhaus-Architekten mal erklärt). Hier sollte der Grund, sich dort eine Wohnung zu nehmen, nicht unbedingt die finanzielle Ersparnis sein - weil die nicht so umwerfend ist. Aber die Natur dankt's dafür!

LG
Petra

rfr303
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Re: Frage zu Fernwärme, Strom, Energiekosten im allgemeinen

Beitrag von rfr303 » Sa 19. Mai 2012, 16:40

SIcher kann man in einem EInfamilien Haus mehr und besser Strom und Wärme sparen, vor allem, weil man selbst bestimmen kann, wie man bauen will und nicht in ein Haus einzieht, das ein Architekt geplant hat, der selber da nicht wohnt.

Um das Gütesiegl "Passivhaus" zu bekommen, müssen aber schon einige Vorraussetzungen vorhanden sein, die die Wärme weniger schwer abgeben bzw. die Kälte besser abhalten.

PeKlPa
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Re: Frage zu Fernwärme, Strom, Energiekosten im allgemeinen

Beitrag von PeKlPa » Sa 19. Mai 2012, 18:51

rfr303 hat geschrieben:SIcher kann man in einem EInfamilien Haus mehr und besser Strom und Wärme sparen, vor allem, weil man selbst bestimmen kann, wie man bauen will und nicht in ein Haus einzieht, das ein Architekt geplant hat, der selber da nicht wohnt.

Um das Gütesiegl "Passivhaus" zu bekommen, müssen aber schon einige Vorraussetzungen vorhanden sein, die die Wärme weniger schwer abgeben bzw. die Kälte besser abhalten.
Dem habe ich damit auch gar nicht widersprochen, obwohl ich mir manchmal denke, dass "unser" Architekt da einiges ignoriert hat, was gemeinhin als Standard angesehen wird (siehe Außenjalousien - und dann auch noch verbieten, dass man sie selbst montiert, finde ich überhaupt den Gipfel der Frechheit).

LG
PEtra

jzimmer
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Re: Frage zu Fernwärme, Strom, Energiekosten im allgemeinen

Beitrag von jzimmer » So 20. Mai 2012, 09:34

Leidiges Thema,

ich hatte bei Energie-Comfort schon vor Wochen angefordert, die Erstakontierung zu erniedrigen und jetzt schicken sie mir trotzdem die 206EUR Rechnung (101m2). Jetzt kann ich da wieder hinterher laufen. Als hätte ich nicht schon genug zu tun.
Soweit ich mich nicht absolut täusche wird bei uns die Zusatzheizung über Fernwärme mit Energie versorgt (Wärmetauscher). Ich finde diese Individual-Abrechnung auch blöd. Nicht, dass ich ein Verschwender bin, im Gegenteil. Sondern wegen der schon erwähnen Fixkosten (eigener Zähler, Fernablesung, blah blah.).

Dass Fernwärme eine Abzocke ist, kann man in diversen Foren nachlesen, vor allem für Passivhäuser, weil da die Fixkosten machmal die Energiekosten übersteigen.
Hatte das auch erst nach dem Einzug gelesen. Ich komme aus Deutschland und dort war Fernwärme immer das non-plus-ultra.
LG
jzimmer

mario
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Re: Frage zu Fernwärme, Strom, Energiekosten im allgemeinen

Beitrag von mario » Do 12. Jul 2012, 11:04

ja die kosten an strom und heizung sind ja mehr als erwartet
ich wollte gerade mal nachschauen was ich so an strom verbraucht habe ............. ABER WO IST DER STROMZÄHLER?????
kann ich den selber ablesen oder ist der versperrt und nicht zugänglich???

gruss mario

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